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FLUGABENTEUER / DAS TEAM / FLIEGEN - MEIN HOBBY

Flug - Reise - Bilder

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Fliegen - mein Hobby

Während meiner Kindheit erzählte mir mein Vater immer von seinen Flugabenteuern und schwärmte mir vor, wie aufregend alles war. Hauptsächlich waren es Geschichten über brenzliche Situationen, z.B. wenn wieder einmal der Motor ausgesetzt hatte und er unerwartet notlanden musste. Er schwärmte aber auch von dem erhabenen Gefühl, hoch über der Erde zu schweben und die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Die Fotos aus seiner fliegerisch aktiven Zeit unterstrichen die geschilderten Erlebnisse und riefen auch in mir die gleiche Sehnsucht hervor.

Verstärkt wurde diese Begeisterung durch Bücher und Filme, die ich förmlich „verschlang“. Zum Beispiel: „Mit 20 PS und Leuchtpistole“, „Weiter mit 20 PS“ von Friedrich König Warthausen, „Serengeti darf nicht sterben“ von Vater und Sohn Grzimek oder dem Buch und Film von Charles Lindberg: „Erster Flug über den Atlantik“.

Als ich das Mindestalter für den Beginn einer Flugausbildung hatte, fuhren mein Vater und ich nach Spitzerberg um gleichzeitig die Ausbildung zu beginnen. Es machte ihm, der damals 63 Jahre alt war, nichts aus, mit uns - zumeist Jugendlichen - wieder die Schulbank zu drücken. Seinen zweiten „1. Alleinflug“ machte er natürlich viel früher als ich. Dann aber überholte ich ihn rasch! Segelfliegerschein, alle Arten von Startberechtigungen, Kunstflugberechtigung, Silber C, später auch Gold C. Privatpilotenschein und das Funksprechzeugnis folgten.

Als Mitglied des Flugsportvereins St. Valentin waren meine „Flug-Basen“ Linz-Hörsching, Micheldorf, Erla und Scharnstein. Mit der Vereins-Ka8 und später mit einer MG23 flog ich hunderte Stunden und lernte dabei die österreichischen Alpen von der Luft aus kennen. Es folgten viele Streckenflüge und ich war damals auch bei der Staatsmeisterschaft Klasse 2 - dem österreichischen Jahreswettbewerb - vorne gereiht.

Im Alter von 19 Jahren durfte ich vom Österreichischen Aeroclub aus an einem Jungflieger-Austausch in Großbritannien teilnehmen. Einige Wochen lang bereisten wir das Land und lernten interessante Flugplätze, Flugzeuge und Menschen kennen. Dieser Jungflieger-Austausch war ein prägendes Erlebnis, das mir auch heute noch - nach so vielen Jahren - gut in Erinnerung ist.

Einer meiner Fluglehrer war Major beim Militär in Linz-Hörsching. Daher durfte ich meinen Militärdienst als Fahrer der SAAB-Jagdbomber Piloten ableisten. Das war natürlich eine aufregende Zeit, die ich in vollen Zügen genoss. Immer bei den Flugzeugen und mit den Piloten zusammen. Dass ich auch mit einer L-19 mitfliegen durfte, war fast selbstverständlich. Jabo Geschwader Kommandant Major Maringer, dessen persönlicher Fahrer ich meistens war, verunglückte nach meinem Abrüsten leider bald tödlich, beim Zusammenstoß zweier Saab „Fliegende Tonnen“ im Landeanflug nach Hörsching.

Als ich das Mindestalter für die Fluglehrerausbildung erreicht hatte, schickte mich mein Verein erneut auf den Spitzerberg, um als Fluglehrer zurückzukommen. Das war nochmals eine interessante Ausbildung, denn neben den obligaten Aktivitäten, wie zum Beispiel Flugzeugschlepp mit gleichzeitig zwei Segelflugzeugen und Landung als Schleppzug, durften wir Fluglehreranwärter als Highlight auch Windenstarts mit dem einzigen zugelassenen SG38 - einem rundum offenen Schulgleiter - durchführen.

Die Berufsfliegerei zog ich nie in Erwägung, sondern ich sah das Fliegen immer nur als Hobby und Freizeitbeschäftigung. Nachdem ich junger Fluglehrer war, musste ich meine Freizeit nun auf Schülerausbildung und eigene Fliegerei aufteilen. Die Jahre intensiver Segelfliegerei von Micheldorf und Scharnstein aus waren sicher die prägendsten in meinem Leben. Für jemanden, der es nicht selbst erlebt hat, lässt es sich schwer beschreiben. Dieses prickelnde Gefühl von der Thermik zu den Wolken hinaufgetragen zu werden, weite Strecken zu überwinden und mit Herzklopfen wieder einen „Bart“ nach oben zu finden, um nicht „außenlanden“ zu müssen. Dazu das Panorama der Alpen - inmitten der Elemente - einfach unbeschreiblich!

Nach meiner Firmengründung wurde die für die Fliegerei zur Verfügung stehende Zeit immer knapper. Hartnäckige Flugschüler holten mich trotzdem immer wieder abends ab, um mich zum Flugplatz zu entführen, damit sich noch ein paar Platzrunden für ihre Ausbildung ausgingen. Bei zwei wirklichen fliegerischen Naturtalenten machte es eine besondere Freude. Einer davon war Erwin Zimmermann - der 6-fache Motorboot-Weltmeister, der andere Eduard Schürrer - jetzt erfolgreicher Autobus-Lackierungsunternehmer. Beide brauchten nicht einmal die vorgeschriebenen 30 Doppelsteuerflüge bis zum ersten Alleinflug.

Nach der Schließung des Flugplatzes Erla, wurden der Flugplatz Seitenstetten und die Flugunion Seitenstetten meine neue fliegerische Heimat. Die Fluglehreraktivitäten musste ich aus Zeitmangel immer mehr einschränken und irgendwann aufgeben. Insgesamt hatte ich 110 Flugschüler aus- und weitergebildet. Auch für das Segelfliegen wurde die Zeit immer knapper, sodass ich schließlich nur mehr den Privatpilotenschein aufrecht erhielt.

Einige Jahre organisierte und moderierte ich auch Flugveranstaltungen. Es war eine neue Herausforderung, Innovationen bei Flugtagen einzubringen. Ein Mix aus Flugspektakel, Life-Musik und Talkshow. Meine Erfahrung aus der Fliegerei, aber auch aus der Öffentlichkeitsarbeit kamen mir dabei zu Gute. Nebenbei lernte ich viele interessante Persönlichkeiten aus der Fliegerei kennen.