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FLUGABENTEUER / DAS TEAM / EWALD - MEIN COPILOT

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Ewald – mein Copilot

Seit ich selbst zwei Söhne habe, nahm ich diese gelegentlich beim Fliegen mit. Meist waren wir in einer 2-sitzigen Dimona oder einer 4-sitzigen Piper Cherokee unterwegs.

Während man beim älteren Sohn keine fliegerischen Ambitionen erkennen konnte, merkte ich, dass es beim jüngeren Sohn, Ewald, anders war. Als er drei Jahre alt war, machten wir unsere erste „Flugreise“ nach Graz und Klagenfurt. Durch das monotone Fluggeräusch war er aber meistens schon nach 20 Minuten fest und tief eingeschlafen und es fiel mir schwer ihn, selbst bei interessanten Stellen, aufzuwecken.

Auch das Drachensteigen, Lenkdrachen- und Lenkgleitschirmfliegen interessierten ihn. Ganz besonders aber das Modellfliegen. Während ich selbst beim Modellfliegen durch das ständige Umdenken zwischen Weg- und Herfliegen nicht zurechtkam, flog er in kürzester Zeit problemlos mit verschiedenen Flugzeugtypen.

Schon seit frühesten Kindheitsjahren begleitete mich Ewald zu meinen Betriebsleiterdiensten am Flugplatz Seitenstetten. Ich wunderte mich oft, dass er es aushielt, einen ganzen Tag lang mit am Turm zu sitzen und nichts anderes als den monotonen Flugfunk mitzuhören. Das muss schon etwas mit Zuneigung für die Fliegerei zu tun haben.

Als das „Christkind“ auch noch das Microsoft Flight Simulator Programm samt Knüppel und Seitenruderpedalen brachte, ergab das einen weiteren unglaublichen Motivations- und Wissensschub.

Mir selbst war es nicht möglich mit einer Boing 747 beim Start auf der Centerline zu bleiben, doch da er stundenlang mit den verschiedensten Flugzeugtypen startete und landete, war es buchstäblich ein „Kinderspiel“ für ihn.

So war es auch selbstverständlich, dass er mit unserem neuen GPS Garmin 295 auf Anhieb zurecht kam und in kürzester Zeit heraußen hatte, wie es funktioniert und was man damit alles machen kann.
Darüber war ich besonders froh, denn als „Nicht-Computerfreak“ kenne ich mich selbst kaum damit aus und würde in brenzligen Situationen unmöglich damit umgehen können.

Den absoluten Höhepunkt brachte dann noch das neue Jeppeson Flight-Star- VFR-Programm, mit dem Ewald in kürzester Zeit sämtliche Routen planen, genauestens berechnen und Flugpläne ausdrucken konnte.

Aufgrund dieser Tatsache war es klar, dass wir beide ein gutes Cockpit-Team abgeben würden. Meine 45 Jahre Flugerfahrung und seine Perfektion in der Computernavigation.

Nach mehreren Flügen in Österreich und Deutschland „wagten“ wir uns - als er 12 Jahre alt war - auch in fremdsprachige Länder. Da immer alles gut gegangen war, wurde unser Horizont immer größer und bald schien auch mein „persönlicher Lebenstraum“ in greifbare Nähe zu rücken.

Es ist fast müßig zu erwähnen, dass nach so vielen Stunden und Tagen im Flugzeug, Ewald mittlerweile auch so gut fliegt, dass ich beruhigt meinen Mittagsschlaf abhalten kann.

Die Bedienung des Transponders, Überwachung der Triebwerkinstrumente, rasten der Flugfrequenzen, Kurs- und Höhehalten, sind Selbstverständlichkeiten für ihn.

Im Notfall wäre er bestimmt auch in der Lage, das Flugzeug zu landen. Nur mit dem Sprechfunk hapert es noch, aber auch das wird noch werden.